Im zweiten Teil unserer Testreihe möchten wir nun die Vorteile unserer Fullrange-Lautsprecher bzw. Topteile zeigen.

Während unser Produktportfolio in unserem Profi-Segment überwiegend durch die Produkte von Amate Audio abgedeckt werden, möchte wir in dem Test außerdem auf unsere Lautsprecher im Einsteiger-Segment (RCF) und im HighEnd-Segment (Harmonic Design) eingehen.

Um den Vergleich etwas übersichtlicher zu gestalten, haben wir jeweils unsere aktiven Lautsprecher (mit integriertem Verstärker) und unsere  passiven Lautsprecher (ohne integriertem Verstärker; externer Verstärker: Lab-Gruppen IPD2400 bzw. Harmonic Design P15) dem Vergleich unterzogen.

Lautsprecher aufgebaut zum Test

Aktive Fullrange-Lautsprecher

RCF ART 712

Unsere RCF ART 712 Lautsprecher überzeugen vor allem durch eins, ein ausgezeichnetes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Während viele günstige 12″ Topteile eine eher schlechte Tiefton(Bass)-Wiedergabe haben, bieten die RCF ART 712 bereits ein gutes Bass-Fundament für kleine Veranstaltungen. Somit können bei kleineren Events oder Veranstaltungen ohne Fokus auf einen ausgezeichneten Bass und Klang bereits mit nur zwei Lautsprechern gute Ergebnisse erzielt werden. Das volle Klangpotential kann mit den getesteten Lautsprechern in Verbindung mit einem zusätzlichen Subwoofer entfaltet werden. Hierfür hat uns vor allem die Kombination mit 2 Epic Audio CWH18 gefallen.

Klanglich sind diese Lautsprecher entsprechend in einem gesunden Mittelfeld einzustufen. Sie produzieren ein angenehm, harmonisches Klangbild ohne unnatürliche Verfärbungen oder stechenden Hochtönen. Im Vergleich zu unseren zweiten 12″ Topteil aus unserem Test (Amate Audio JK12A) hatten die Lautsprecher von RCF leider einen deutlichen „Gehäuse-Klang“ welches für Lautsprecher mit Kunststoff-Gehäuse leider meist charakteristisch ist.

Dank des leichten Kunststoffgehäuses und den kompakten Ausmaßen sind die Lautsprecher problemlos allein zu transportieren und aufzubauen. Durch den integrierten Flansch auf der Unterseite des Lautsprechers können die Lautsprecher, wie alle unsere Topteile, auf einem Stativ aufgebaut werden und so beliebig auf die benötigte Höhe gebracht werden.

Klanglich eignet sich der Lautsprecher eher zur Wiedergabe von MP3s als für den dynamischen Live-Betrieb.

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Aktives 12" Topteil RCF

Amate Audio JK12A

Das Profi-Produkt im Vergleich zum vorhergehenden Einsteiger-Lautsprecher punktet vor allem durch eine klangliche Überlegenheit.

Bei dem JK12A handelt es sich um ein ausgereiftes Fullrange-Topteil mit welchem sich auch ohne Subwoofer bereits gute Ergebnisse erzielen lassen. Der Lautsprecher gibt einen angenehmen, knackigen Bassbereich wieder, welcher bereits für kleine Veranstaltungen viel Spaß bereiten kann. Jedoch gilt auch hier: Für ein ausgezeichnetes Ergebnis sind mindestens ein bzw. bis zu vier Subwoofer notwendig! Das Ergebnis war für uns sowohl mit dem EV ETX15-SP sowie mit den Epic CWH18 überzeugend.

Deutlich „freier“, „breiter“ und „natürlicher“ waren die Worte, die wir dem  Lautsprecher zuschreiben konnten. Im Test sind uns keine klanglichen Fehler bei den Lautsprechern aufgefallen, welche den Hörgenuss beeinflussen konnten. Die Lautsprecher spielen äußerst natürlich und erzeugen ein deutlich breiteres Bühnenabbild als die 12″-Referenz von RCF. Der Sänger scheint frei in der Mitte zwischen den Lautsprechern zu stehen.

Der zuvor erwähnte Gehäuse-Klang ist bei den massiven Holzgehäusen des JK12A nicht festzustellen. Jedoch wirkt sich das Gehäusematerial mit 4kg mehr deutlich auf das Gesamtgewicht aus.

Ebenfalls wirken die Lautsprecher im Vergleich zu den RCF voluminöser und es empfiehlt sich für den Aufbau Unterstützung parat zu haben.

Klanglich eignet sich der Lautsprecher hervorragend für Live-Musik wie auch zur Wiedergabe von MP3s .

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Blick auf Amate Audio JK12

Amate Audio JK26A

Das kleinste Modell der „Joker“-Serie, der JK26A, besticht vor allem durch eins, seine kleine Bauform. Durch die Bestückung mit 2x 6,5″ Tieftönern ist dieser wesentlich schmaler als all unsere anderen Lautsprecher.

Die HiFi-typische Bestückung mit 2x 6,5″ Tieftönern mit Hochtöner in D´Appolito-Anordnung liefern einen sehr guten Klang welcher gegenüber den JK12A nochmals natürlicher, eher Hifi-typisch wirkt. Aufgrund der kleinen Tieftöner ist leider nur eine sehr schwache Basswiedergabe mit den Lautsprechern möglich. Deswegen ist ein Musikbetrieb nur mit zusätzlichen Subwoofern empfohlen. Hierfür eignen sich perfekt unsere Amate Audio N12W und EV ETX-15SP als Spielpartner.

Ebenfalls wirken sich die kleinen Tieftöner deutlich auf die Gesamtlautstärke aus. Diese ist bei den Lautsprechern, zu Gunsten einer unauffälligen Optik, im Vergleich am geringsten. Für Hochzeiten, Zwei-Personen-Kombos und Gala-Veranstaltungen sind die Lautsprecher jedoch trotzdem absolut ausreichend und hierfür perfekt geeignet.

Durch ein Gesamtgewicht von lediglich 10kg sind die Lautsprecher problemlos alleine aufzubauen.

Klanglich eignet sich der Lautsprecher super für Live-Musik wie auch zur Wiedergabe von MP3s .

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Amate Audio N26

Bei unseren N26 Lautsprechern der neueren „Nitid“-Serie handelt es sich um den direkten Nachfolger der beliebten JK26A Topteile.

Trotz den fast identischen technischen Daten spielen die Lautsprecher nochmals ein wenig natürlicher und haben eine bessere Tieftonwiedergabe.

Für größere Einsätze als der Hintergrundbeschallung empfiehlt es sich jedoch auch hier mit einem zusätzlichen Subwoofer zu arbeiten.

Das Gehäuse wirkt durch die geänderte Bauform etwas schlanker und eleganter.

Die verbesserten Presets der Nitid-Serie beinhalten unter anderen auch Voreinstellungen zur Sprachwiedergabe wodurch ohne technisches Wissen bereits sehr gut Ergebnisse bei der Sprachbeschallung erzielt werden können.

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Blick auf Amate Audio N26

Passive Fullrange-Lautsprecher

Bei unseren passiven Lautsprechern, ohne internen Verstärker, setzen wir derzeit ausschließlich auf die Produkte von Amate Audio.

Die bei uns verwendete „Joker“-Serie ist für den Outdoor-Einsatz geeignet und überzeugt uns durch eine gute Verarbeitungs- & Klangqualität.

Ungeachtet dessen gibt es unter den Produkten der gleichen Serie deutliche Unterschiede die wir hier zeigen möchten.

Amate Audio JK15N

Die 15″ Variante ist der einzig echte Fullrange Lautsprecher in unserem Sortiment. Durch den großen 15″ Tieftöner ist bereits eine gute Basswiedergabe auch ohne zusätzlichen Subwoofer möglich.  Dies ist auch eindeutig das Resort dieses Lautsprechers ist. Somit eignet er sich vor allem für den Einsatz in beengten Locations, kleinen Veranstaltungen mit Anspruch auf eine guter Tonwiedergabe jedoch ohne Möglichkeit für einen zusätzlichen Subwoofer.

Die Basswiedergabe ist knackig mit einer guten Tiefbasswiedergabe im Vergleich zu den 12″-Lautsprechern. Der Lautsprecher macht auch ohne Subwoofer bereits richtig Spaß. Die Verwendung eines 15″ Lautsprechers sorgt für Kompromisse in anderen Frequenzbereichen. Wodurch die Mitteltonwiedergabe im Verhältnis zu unseren anderen Amate Audio Lautsprechern die schlechteste ist. Außerdem leidet das akustische Bühnenabbild unter dem Kompromiss.

Der Lautsprecher lässt sich gut mit unseren Epic Audio Subwoofern betreiben, jedoch wird hier eher die geeignete 12″ Variante empfohlen.

Trotz der größeren Dimension des Lautsprechers ist dieser durch die verwendeten Neodym-Magnete noch gut allein aufzubauen.  Für den Transport wird jedoch bereits mindestens ein Kombi empfohlen.

Klanglich eignet sich der Lautsprecher super für Live-Musik wie auch zur Wiedergabe von MP3s .

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Amate Audio JK12

Im Vergleich zum Bass-Hammer JK15N ist dieser 12″ Lautsprecher ein ausgereifter Allrounder zwischen audiophilem Klang, hoher Gesamtlautstärke und gutem Bass-Fundament.

Bei dem JK12 handelt es sich um die passive Variante des bereits erläuterten Lautsprechers JK12A. Trotz technisch identischer Spezifikationen unterscheiden sich diese hörbar. Jedoch sei gesagt, dass es sich hierbei um kleine Nuancen handelt und beide Hörerlebnisse auf sehr hohem Niveau stattfanden.

Während mit den geräteübergreifenden Presets (welche uns zur Verfügung gestellt wurden) hier bereits sehr gute Ergebnisse erzielt werden, kann man sich bei der aktiven Variante, mit perfekt auf den Lautsprecher abgestimmten Verstärker und DSP, zusätzlich über klanglich bessere Eigenschaften bis in den hohen Pegelbereich freuen. Der aktive Lautsprecher spielte nochmal etwas harmonischer, natürlicher und wirkt weniger Präsent. Der Ton war weniger aus dem Lautsprecher ortbar und stand freier im Raum.

Wie bereits bei der aktiven Variante, kann auch hier das bestmögliche Ergebnis mit zwei Subwoofer pro Topteil erreicht werden. Die Kombination hat uns sowohl mit dem EV ETX15-SP als auch mit dem Epic Audio CWH18 überzeugt.

Gegenüber der JK12A ist die passive Ausführung 1kg leichter was sich im Handling bereits bemerkbar macht.

Klanglich eignet sich der Lautsprecher super für Live-Musik wie auch zur Wiedergabe von MP3s .

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Amate Audio JK10

Eines Vorweg, der handliche 10″ Lautsprecher JK10 war das Produkt, welches uns in uns in seiner Preis/Leistung in der  Testreihe am meisten überzeugt hatte!

Im Gegensatz zu den 12″ und 15″ Varianten kann hier weniger von einem Fullrange- sondern eher von einem HiMid-Topteil gesprochen werden. Dies bedeutet, dass der Einsatzweck des Lautsprechers ausschließlich in Kombination mit einem oder mehreren Subwoofern vorgesehen ist.

Aus diesem Grund hatten wir den Test ohne Subwoofer kurz gehalten und haben die JK10 stattdessen ausgiebig mit unserem Epic Audio CWH18 getestet.

Das Resultat war klanglich harmonisch und unauffällig neutral. Das Bühnenabbild war frei von dem Lautsprecher gelöst und spielte über den Grenzen des Lautsprecher hinaus. Das 10″ Topteil war weniger aufdringlich gegenüber den anderen Kandidaten und hörte sich eher nach HiFi als nach lauter Veranstaltungstechnik an.

Auch die Kombination mit den EV ETX-15SP Subwoofern hat uns sehr gut gefallen.

Mit nur 16kg kann der Lautsprecher ohne Hilfe transportiert und selbst auf hohen Stativen aufgebaut werden.

Klanglich eignet sich der Lautsprecher super für Live-Musik wie auch zur Wiedergabe von MP3s .

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Blick auf Amate Audio JK10

Harmonic Design PL12

Als Testreferenz dienten unsere Highend Säulenlautsprecher PowerLine 12 von Harmonic Design. Dieser klanglich ausgereifte Lautsprecher ist perfekt auf den Harmonic Design P15 Aktiv-Subwoofer abgestimmt und wurde daher auch in dieser Kombination betrieben.

Der Aufbau mit 12 Breitbändern zu einem echten 1-Wege System sorgte für ein akustisch ungewohntes aber extrem natürliches Klangbild welches wir nun folgend zu beschreiben versuchen.

Da Stäbchen-Lautsprecher klassischerweise mit zusätzlichem Subwoofer betrieben werden, ist die Tieftonwiedergabe direkt zu Beginn die einzige Schwäche des Lautsprechers. Durch die kleinen 3″ Breitbänder ist nur eine schwache Bass-Wiedergabe möglich und der Lautsprecher eignet sich somit nicht für den Fullrange-Betrieb ohne Subwoofer. Lediglich für eine reine Sprachwiedergabe sind die Lautsprecher auch solo gut geeignet.

Im Gegensatz zur Tiefton-Wiedergabe spielt der Lautsprecher in allen anderen Bereichen auf einem klanglich ausgezeichneten, HiFi-ähnlichen Niveau. Aus diesem Grund haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Vergleich anschließend mit echten, hochwertigen HiFi-Lautsprechern zu wiederholen. Mit überzeugendem Ergebnis!

Die akustische Bühne stand frei im Raum und ragte weit über die Grenzen des Lautsprechers hinaus. Es waren wahre Gänsehaut-Momente zu verspüren. Trotz des breiten Bühnenabbilds waren die einzelnen Musiker klar zu erhören.

Tonal spielten die Lautsprecher äußerst natürlich ohne jegliche Färbungen. Selbst das fehlen von Hochtönern des 1-Wege Lautsprechers störte überhaupt nicht unser Hörvergnügen.

Im Vergleich zu klassischen Lautsprechern nutzen die handlichen Stäbchen außerdem den Effekt der Zylinderwelle. Ein physikalisches Phänomen welches den Schall ohne gravierende Pegelverluste auch in die hinteren Reihen des Publikums trägt.

Da diese Lautsprecher perfekt auf den Subwoofer Harmonic Design P15 abgestimmt ist, können diese ausschließlich mit dem Subwoofer verwendet werden.

Mit nur 7kg kann der Lautsprecher ohne Hilfe transportiert und selbst auf hohen Stativen aufgebaut werden. Das schlanke Säulen-Design erlaubt es den Lautsprecher auch in optisch aufwendigen Locations wunderbar zu „verstecken“

Klanglich eignet sich der Lautsprecher für Live-Musik wie auch zur Wiedergabe von MP3s .

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Harmonic Design PL12

In unserem ausgiebigen Test hat jeder Lautsprecher mit seinen eigenen Vorteilen überzeugt. Mitnichten kann von einem „Testsieger“ gesprochen werden, da jeder Lautsprecher seinen eigenen Einsatzzweck gefunden hatte.

Hier haben wir daher nun versucht die  Vor-& Nachteilen der Lautsprecher aufzulisten. Zur Übersichtlichkeit haben wir erneut zwischen den aktiven und passiven Lautsprechern unterschieden.

Aktive Fullrange-Lautsprecher

LautsprecherGröße/HandlingKlangBasswiedergabeLautstärkePreisUnauffälligkeit
RCF ART712 MK2+++
Amate Audio JK12A++++++
Amate Audio JK26A/
Amate Audio N26
+++++++

Passive Fullrange-Lautsprecher

LautsprecherGröße/HandlingKlangBasswiedergabeLautstärkePreisUnauffälligkeit
Amate Audio JK15N++++
Amate Audio JK12+++++
Amate Audio JK10+++++++
Harmonic Design PL12+++++++